Samstag, 26. September 2009

... so hier die Fortsetzung!

Montag, 14.09.
Nach einer echt schönen Nacht in dem Hostel in Pukenui inklusive Sterne-Gucken sind wir dann zur vermeintlich letzten Etape zum Cape Reinga aufgebrochen. Ungefähr 90 Kilometer lagen noch vor uns und der Plan war bis abends mindestens wieder bis Pukenui zurück zu sein. Hier steht nämlich das letzte Hostel vor der Pampa im Norden. Das das mit den Plänen machen in Neuseeland schon mal schwierig ist haben wir ja schon gemerkt. Aber das es sooo schwierig ist, hätten wir beide nicht gedacht... Ja also, wie weit sind wir gekommen?! Circa 65 km weit... Und ja genau, es fehlen noch 25 bis zum Cape... Doof gelaufen. Robert hatte wohl keine Lust bis nach oben zu fahren und hat vermutlich aus dem Grund etwas Reisefieber gekriegt ;) Der Motor ist heiß gelaufen und da unsere Wassertemperaturanzeige kaputt ist, haben wir das erst gemerkt, als die Öl-Warnleuchte angegangen ist... Von ner Farm (unserer Handys hatten natürlich keinen Empfang da oben...) haben wir dann den Abschleppdienst angerufen und der hat uns zur nächsten Werkstatt gebracht - die war natürlich 70km weiter südlich!!! Trotzdem Glück gehabt, es war nur ein kleiner Wasserschlauch kaputt, den hat der Reperatur-Typi ersetzt und uns ne neue Flasche Anti-Gefrier-Zeug in die Hand gedrückt. Für sagenhafte 45$ (~22,5€)!!!! Das einzige Problem war, dass es schon 2 Uhr nachmittags war und wir ja noch bis zum Cape hoch wollten. Ohne Übernachtung an der Spitze wäre das also nicht möglich gewesen. Da oben gibts wie gesagt aber ja leider kein Hostel oder sowas... Also sind wir in den nächst besten Supermarkt und haben Gas für unseren Kocher, nen Topf und ne Pfanne gekauft. Wie wir zu 3. im Van schlafen wollten, haben wir uns dann da oben überlegt ;) Beim zweiten Versuch hat der Weg dann auch geklappt und so konnten wir doch noch den genialen Blick geniesen.
Die Natur hier ist echt der Hammer!!! Direkt beim Cape Reinga haben wir einen wunder schönen Campingplatz gekriegt der aus Grün, Blau und Gelb besteht... Wiese und eine total schöne kleine Bucht mit Sandstrand :) Das Campen war dann auch nicht so das Problem, die Matraze ist groß genug für 3 Leute. Gut, dass wir das jetzt wissen, so kann man ne Menge Geld für Übernachtungen sparen.

Dienstag, 15.09.
Nach unserer ersten Nacht in Robert sind wir gleich richtig aktiv geworden - Martin hat uns ein paar Berge hochgescheucht ;) Dafür wurden wir mit atemberaubenden Panoramablicken belohnt!! Allerdings frag ich mich echt, warum die Kiwis was gegen Serpentinen haben... Die brauchen hier sowas irgendwie nicht, hier gehen die Wege strack berg hoch ;) War zwar anstrengend, aber Spaß gemacht hats trotzdem... :)
Hinterher gabs dann Lunch am Campingplatz und dann haben wir uns wieder auf den Weg gehn Süden gemacht. Viel Spektakuläres ist nicht mehr passiert, also kürz ich etwas ab... Abends sind wir auf nem Campingplatz am 90 Mile Beach (klingt komisch, ist auch "nur" circa 80 km lang... ^^) eingecheckt. Diesen Strand kann man mit nem Auto mit Allradantrieb lang fahren, mit Robert wäre das glaube keine so gute Idee ;)

Mittwoch, 16.09. bis Freitag, 18.09.
Diese drei Tage kann man etwas zusammen fassen. Wir haben uns quasi von Campingplatz zu Campingplatz gen' Süden gearbeitet. Dabei haben wir einige schöne Ecken an der Westküste von Northland gesehen, das meiste war aber genauso schön wie viele andere Plätze eben auch. Von Mittwoch auf Donnerstag haben wir nochmal am 90 Mile Beach übernachtet, auf einem Campingplatz ganz am Ende. Da Robert schon wieder einen kaputten Wasserschlauch hatte, hat sich unserer Zeitplan erneut etwas nach hinten verschoben, was aber ja nicht so schlimm ist. Martin (unser Held ;) ) hat es irgenwie geschafft nach Kaitaia zurück zu kommen (die nächst größere Stadt) und uns einen neuen Wasserschlauch zu besorgen. Den hat er dann noch eingebaut und das Problem war gegen Abend gefixt. Langsam müssten eigentlich mal alle alten Schläuche ersetzt sein!!!
Am nächsten Tag haben waren wir dann noch etwas Wandern, im nahe gelegenen Herekino Forest. Auch hier war es super steil, obwohl es diesmal sogar ein paar Serpentinen gab ;) Cool war, dass sich in dieser Wald ziemlich abwechslungsreich ist. Teilweise kam man sich vor wie Australischen Outback in rot und orange und 10 Minuten weiter war man im dichtesten Regenwald in allen grün und brauch Schattierungen, die man sich nur vorstellen kann. Wunderschön :) Gegen Nachmitag sind wir dann mit Robert im Hokianga-Harbour angekommen. Plötzlich hört die Straße auf und man steht vor ner Rampe, die ins Wasser führt... Nach ca ner 3/4 Stunde kam dann ne Fähre, die uns auf die andere Seite gebracht hat, nach Rawene. Hier haben wir dann die nächste Nacht verbracht.
Nach einem extrem frühen Morgenspaziergang (laut Martin um die Vögel zu belauschen...) sind wir weiter Richtung Tane Mahuta, also nach Süden, gecruised. Über den gibts eigentlich ne Menge zu erzählen, das Problem ist nur, dass man das kaum in Worte fassen kann... Der ist nämlich GIGANTISCH!!! Ich hab noch nie so nen fetten Baum gesehen... Das Probelm ist, dass man nicht mal auf Fotos sieht, wie groß der größte Kauribaum der Welt ist, weil man nicht direkt an ihn dran kommt. So hat man nichts Vergleichbares...In der Nähe von Tane Mahuta sind wir dann noch etwas durch den Wald gestiefelt. Hier stehen noch mehr riesige Kauribäume und an einen kommt man sogar ganz nah ran. Das sind wir zwei direkt neben Yakas, dem "nur" 7. größten Kauritree! :) Mitten im Wald gibt es auch einen Campingplatz, hier haben wir dann von Freitag auf Samstag geschlafen.

Samstag, 19.9.

Ja und Samstag, da war ein besonderer Tag....nämlich Leens Geburtstag! Mit einem gemütlichen Frühstück mit Kuchen und Kerzen gings los. Dabei haben wir uns richtig viel Zeit gelassen und ein bisschen gefeiert. Für Abends war ein BBQ mit frisch gefangenem Fisch und Kartoffelsalat an einem der drei wunderschönen Seen ein Stück weiter im Süden geplant. Weil Martins Angelzeug aber geklaut worden war, sind wir erst mal nach Dargaville, der nächst größeren Stadt und dort hat er sich mit neuem "Fishing-Stuff" eingedeckt. Gefischt hat er dann in Omamari, nem Winz-Kaff direkt am Meer. Oder eher: er hat es versucht. Nen Fisch hat er leider nicht gefangen... (Der Kartoffelsalat hat torztdem geschmeckt ;) ) Und dann hat es natürlich auch noch angefangen zu regnen und zwar als ob das Wetter die gesamten letzten 2 Wochen Sonne aufholen wollte und das an einem einzigen Nachmittag... Abends wars zum Glück dann wenigstens von oben wieder trocken und wir konnten den Kartoffelsalat und das Bier doch noch geniesen :)

Sonntag, 20.09.
Auf gings diesmal wieder Richtung Osten. Irgendwann wollten wir ja auch mal in Whangarei ankommen. Sonntag haben wir es dann bis Tinopai geschafft. Das ist ein kleines Dörfchen am Ende einer kleinen Halbinsel in irgend nem anderen Harbour. Hier hat unser Fisherman-Friend nochmal versucht nen Fisch zu fangen und es hat wieder nicht geklappt ;) Als Ausgleich haben wir ein paar Austern gesucht, die wurden uns nämlich wärmstens empfohlen... Gepult sahen die allerdings nicht mehr so empfehlenswert aus! *schüttel* Martin und Leen haben tatsächlich eine probiert!!!! Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Und angeblich hat das Glibberzeug nicht mal geschmeckt ;) Abends gabs noch ein nachträgliches Geburtstagslagerfeuer und das restliche Bier. War ein schöner gemütlicher Abend :)

Montag, 21.09.
Wir sind endlich in Whangarei angekommen. Hier haben wir nen absolut klasse Campingplatz gefunden, direkt neben den Whangarei-Falls. Die haben wir uns dann auch noch angeguckt. Montag Nachmittag mit etwas Nieselregen, aber wir sind ja nicht aus Zucker! Die sind echt nicht schlecht, diese Wasserfälle. Ziemlich hoch find ich, ich weiß nicht, ob ich schon mal Hörere gesehen hab... Witzig wars auf jeden Fall, Martin hatte seine gecken 15-Minuten und wir musste ziemlich aufpassen, dass wir nicht noch nasser werden als wir vom Regen eh schon waren ;)
Abends gabs dann noch das nachträgliche Geburtstagsgrillen für Leen, der Campingplatz hat nämlich eine super überdachte BBQ-Ecke :)

Dienstag, 22.09.
Wir waren in den Abbey Caves!!! Das war mit Abstand die abenteuerlichste Aktivität bis jetzt ;) In Neuseeland gibt es eine Würmer-Spezies, die in Höhlen leben und nen leuchtenden Punkt aufm Kopf haben. Das sieht echt nicht schlecht aus wenn 50 von den Viechern auf einem Knubbel hängen, ein bisschen wie ein super schöner Sternenhimmel :) Diese Würmer kann man irgendwo auf der Nordinsel für viel Geld in großen Höhlen angucken - oder eben in den Abbey Caves "next to Whangarei". Das heißt aber, dass man hinterher nass ist und ziemlich matschig. Wir hatten extra nur unserer Sandalen angezogen und die Hoßen hochgekrempelt bzw kurze angezogen, wirklich viel gebracht hat das aber nicht... ;)
Das Wasser ging mir an einigen Stellen bis zur Hüfte und man musste über mannshohe Felsformationen klettern. Es war einfach genial! Hat auf jeden Fall super viel Spaß gemacht und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen! Jeder der nach Whangarei kommt und ein bisschen Lust auf Abenteuer und Schmutz hat, sollte da rein gehen. Ein bisschen Schade ist blos, dass die erste Höhle (in der wir waren, es gibt insgesamt drei von der Sorte) nur einen Ein- bzw. Ausgang hat. Das heißt man klettert ca. ne 3/4 Stunde rein und braucht dann nochmal solange zurück. Witzig das ganze. Vorteil ist definitv, wenn man nicht so ein Zwerg ist, wie ich ;)

Mittwoch, 23.09.
Wir sind wieder zu Zweit unterwegs, Martin ist heute von nem Californischem Pärchen mit nach Russel genommen worden, da fängt er dann nen Volunteer-Job für das DOC (
Departement of Conservation - die sind für die meisten Nationalparks, Artenschutz, usw. und für viele Campingplatze zuständig) an. Wir sind erst noch in Whangarei gewesen, haben etwas geshoppt und Essen gekauft und sind dann wieder ein Stück nach Norden gefahren. Circa ne Stunde Fahrt durch 1000 grüne Hügel und Berge und man kommt bei Der Farm raus (The Farm: www.thefarm.co.nz). Hier wurden wir super freundlich empfangen :) Schlafen tun wir im Moment wieder im Van, weil hier die Hölle los ist... Ich hab noch nie so viele Personen auf einem Grundstück bzw in einem Haus leben gesehen. Witzig ist das hier und ich fühl mich pudelwohl :) Es ist immer was los, nie ists langweilig, immer jemand da mit dem man Quatschen kann und man fühlt sich so gebraucht ;) "Kannst du das und das noch machen?" oder "Ohhh super, ihr seid die Besten! Danke, danke, danke!"... ;)

Wie's hier so weiter gegangen ist, kommt in den nächsten Tagen noch. Fürs erste reicht das hier jetzt erstmal... :)
Bis bald also und liebste Grüße von Kaddi und Leen

1 Kommentar:

  1. 1. ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG NACHTRÄGLICH LIEBE LEEN!!!
    2. *kreisch* Der Blick!!! OMG, einfach nur unglaublich!!
    3. Ihr wart bei Tane Mahuta!! :) Hast du ein Blatt, Kaddi?! *hüpf* Oh, ich wäre auch gerne dort!
    4. Schmutz, Höhle, WÜRMER MIT LEUCHTPUNKT??? Ach du meine Güte!! Das klingt total aufregend...! Bringst du mir so n Würmchen mit? Bitteeee!!
    5. Sach mal, wie groß ist der Martin eigentlich?! :D Die Fotos sind so witzig, wenn ihr nebeneinander steht!! xD
    6. Frohes Schaffen auf dem Hof! Irgendwie stell ich mir das witziger vor als Französisch und Matheklausuren... :S
    7. Ich mag mehr hören!! Und mehr Bilder!! Es ist immer so schön von euch zu lesen...
    ... das klingt so fröhlich! :)

    8. Ich drück euch feste in Gedanken und stell mir vor, ich zieh mit euch durch die Lande! Passt auf euch auf und genießt es weiterhin!
    Lieb, lieb, lieb,
    die Annie! 3:0)

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