hier kommt ein Lebenszeichen von den beiden Work&Travelerinnen!
Wir haben Schneestürme, Erdbeben und Tsunamiwarnungen überstanden und sind immernoch auf der Farm.
Hier geht es echt lustig zu und wir haben immernoch Spaß! Das einzige Problem ist immernoch einen bezahlten Job zu finden. Wir sind zwar fleißig auf der Suche, werden aber von Woche zu Woche vertröstet. Unser Plan ist fruitpicking im Hawke's Bay, wo in ca. 3 Wochen die Apfelsaison starten soll. Bis dahin werden wir wohl noch etwas hier bleiben....
Das ist eh ganz lustig, irgendwie wollen die uns nämlich nicht gehen lassen und suchen deshalb immer mal wieder nach kleineren Jobs, für die sie uns bezahlen. Zwar nicht viel, aber die Geste ist trotzdem süß!
Von der Farm haben wir noch gar nicht viel erzählt:
Hier leben eine Menge Leute! Ellen und Michael, ihre drei leiblichen Kinder Ben, Hiki und Audrey, drei Adoptivkinder (Ari, Miki und Arial) und drei weiteren Erwachsene, die hier arbeiten. Außerdem ist eigentlich immer irgendwelcher Besuch da, dann noch die 5 bis 10 Wwoofer und natürlich die zahlenden Gäste. Sprich, es ist immer was los!
Die letzten zwei Wochen waren Schulferien. In der ersten Woche war ein Girlscamp, mit sechs kleinen Mädchen, um die 11 Jahre alt. Das war ziehmlich lustig eigentlich, weil die jede Menge gemacht haben und wir öfter geholfen haben. Unter anderem haben wir Fingernägel lackiert, Feuer gemacht um darauf Burger zu braten und geschossen! Das war lustig, vorallem, weil eigentlich alle von den Mädels schonmal nen Gewähr in der Hand hatten. Manche waren auch schon öfter auf Opsossumjagt. Die waren alle voll erstaunt, dass wir das noch nie gemacht haben. Also konnten wir uns von 11jährigen erklären lassen, wie man schießt! :)
Danach die Woche war Boysamp! Da war was los! 50 Jungs ab zehn Jahren wuselten wild durcheinander! Wir haben viel beim Kochen und Backen geholfen, denn neben den drei Hauptmahlzeiten gab es Morning und Afternoon Tea, mit Kuchen, Kecksen und Scones! Die Essensausgabe war jedes Mal eine Herausvorderung! Die beiden Frauen, die fürs Kochen zuständig waren, waren echt nett und wir hatten jede Menge Spaß. Eine von ihnen hat uns sogar zu sich nach Hause eingeladen. Die wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Nähe von Auckland. Der Sohn ist 12 und war Teilnehmer des Boyscamp, die Tochter ist 17.
Ansonsten hat unser Tag folgenden Ablauf. Wir stehen morgens um ca. halb 9 auf und fangen um etwa 10 Uhr an das Haus zu putzen. Dazu gehört Kloputzen, Herd saubermachen, saugen, fegen, wischen und aufräumen. Danach ist meistens auch schon Lunchtime und danach ist immer irgendwas lustiges zu tun.
Einmal war ich Kanufahren, was ganz cool ist, weil man quasi direkt auf der Farm starten kann, in einem Fluss und dann bis zum Meer paddeln kann. So weit ist das auch gar nicht, aber da wir nicht auf Ebbe und Flut geachtet haben und es sauwinding war sind wir nicht bis zum Meer gekommen!
Dann waren wir reiten. Ich sogar auch! Sehr lustig, ich saß noch nie auf nem Pferd und dann hab ich direkt mal nen Ausritt gemacht! Kaddi genießt das voll, das es hier Pferde gibt. Sie hilft sehr viel und wurde auch schon eingesetzt um Kinder reiten beizubringen! Sie wird noch zur Pferdeflüsterin!
Gestern war ich Motorrad fahren mit Darren (das ist der Manager fürs Haus und für die Gäste, er wäscht, kocht, putzt und regt sich auf ;) Er ist der Coolste hier!!!)! Das war übelst lustig! Mein erstes Problem war das Starten des Motorrads mit dem Kickstarter. Ich hab das einfach nicht hinbekommen. Darren war schon halb verzweifelt und meinte, sogar 6 jährige Kinder schaffen das! Aber ich habs dann doch noch geschafft, also sind wir los. Er meinte, ich sollte einfach hinter ihm herfahren und keine Angst vor Matschlöchern haben. Am Berg sollte ich runterschalten und beim runterfahren die Gänge als Bremse einsetzen. Wir sind 100 Meter weit gekommen und dann kam das erste Matschloch...ich wurde langsamer und langsamer und war irgendwann so langsam, dass ich umgekippt bin! Blöder Matsch! Naja, letztendlich hab ich den Track dann doch noch überlebt, obwohl es echt gruselig war, vorallem wenns bergab ging, Derron ist nicht verzweifelt und es hat super viel Spaß gemacht!
Wenn man Abends eine Kopfmassage haben möchte, ist das kein Problem. Man öffnet einfach einen Korb und holt ein Baby-Opossum raus! Diese kleine Ding klettert dir wieselflink auf den Kopft und rammt dir seine Krallen durch die Schädeldecke! Kaddi hat es trotzdem irgendwie geschafft ein Kuscheltier draus zu machen!
Ansonsten verstehen wir uns super gut mit den anderen Wwoofern. Dan und Becky, ein englisches Paar, Barike aus Dänemark und Anne aus Deutschland.
Das mit den Deutschen ist echt krass. Sind überhaupt noch Deutsche zu hause? Oder seit ihr die einzigen? Manchmal haben wir hier echt das Gefühl Deutschland ist leer, weil alle in Neuseeland sind.
Ihr seht also, hier ist echt viel los....
Liebe Grüße von den Weltenbummlern Leen und Kaddi
Bringt ihr mir so ein Opossum mit? *verliebt guck* Die sind ja richtig niedlich^^
AntwortenLöschenMensch, ihr scheint ja richtig Spaß zu haben da, kein Wunder, dass alle Deutschen nach Neuseeland fahren...Schön nochmal was von euch zu hören.
Hej Kaddi, du ich hab mal ganz spontan ne blöde Frage... Mh wo ist das Buch "Fahrenheit 451"? Wir werden das nämlich in Englisch jetzt lesen und ich finds einfach nirgendwo! :S
AntwortenLöschenVielleicht erinnerst du dich ja dran ;)
Gruß und Kuss,
die Anne!! <3