Mittlerweile ist Dezember und schon wieder ne ganz schön lange Zeit vergangen, seit dem die meisten von euch was von uns gehört haben. Wir sind immer noch in Whangaparaoa, auf der Halbinsel nördlich von Auckland. Nachdem uns ja unsere gesammten Klamotten geklaut wurden war erstmal ziemlich miese Stimmung da, das kann man sich ja vorstelllen... In der nächsten Woche hat Becky uns ziemlich geholfen. Sie hat von Freunden, die gerade eh Kleidung aussortiert hatten, einen ganzen Sack voll mitgebracht. Außerdem hat sie uns für ein bisschen Saubermachen etwas Geld geben, damit wir uns das nötigste selber kaufen konnten.
Am 26. November sind wir dann nochmal umgezogen, in eine andere Familie, die wir auch auf der Farm kennen gelernt haben. Familie Refoy besteht aus Fern (Mama) und Jon (Papa) und drei Jungs: Daniel ist 7, Jacob 5 und Nathan 18 Montate alt. Hier ist es in Grundschulen üblig jedes Jahr eine Gala, sowas wie ein Schulfest mit Basar, zu veranstalten. Dafür spendet jede Familie Kleidung, Spielsachen und Küchensachen oder Möbel. Das wird dann für wenig Geld verkauft und der Erlös geht an die Schule. Davon werden Projekte wie neue Spielgeräte, Klettergerüste oder Turnhallen oder ähnliches finanziert. Zusätzlich wird jede Menge Essen verkauft, es gibt Hüpfburgen und Kirmesartige Gerätschaften für die Kids. Fern hat beim Aufbauen und Sachen sortieren mitgeholfen und uns gefragt, ob wir ihr helfen wollen. Und so sind wir hier gelandet, wo wir grad immer noch sind. Die Gala war echt spitze, sowas sollte man in Deutschland auch unbedingt einführen, das hat sich absolut gelohnt!In der ersten Dezemberwoche waren wir dann hier und da mal putzen, Beckys Tante und Ferns Eltern haben jetzt wieder strahlend saubere Fenster ;)
Ansonsten haben wir hier bei Refoys den vorweihnachtlichen Alltag einer "ganz normalen Familie" mitgekriegt. Da die Kids und Jon total Dirtbike-Verrückt sind, hat das einen ziemlich großen Teil der Zeit eingenommen.
Schon am ersten Wochenende sind wir nach Rawene (Hokianga Harbour) zu Freunden von Refoys gefahren, das ist weiter im Norden, auf der Höhe von Kerikeri, aber an der Westküste. Hier waren Leen und ich auch schonmal, mit Martin, als wir die Northlandtour gemacht haben. In Rawene gibt es jedes Jahr kurz vor Weihnachten eine Art Karneval, oder zumindest nennen die es so... Es hat mich ziemlich an die Gala erinnert, ein paar Leute haben Flomarktmäßig versucht ihre alten Sachen loszuwerden, es gab Schmuckstände, Essensbuden und Hüpfburgen. Die Familie in Rawene, bei denen wir zu Gast waren, haben 3 nahezu erwachsene Kinder, Michell ist 21, Damon 19 und Kethady ist 14. Die beiden Jungs sind die neuseeländischen Dirtbike-Champions! Jeder in Neuseeland der was mit Dirtbikes zu tun hat, könnt die beiden ;) Und wir sind per Du mit ihnen... Witzige Vorstellung!!! Jedenfalls haben die Jungs mit ein paar anderen Motorbikefreaks auf dem Carneval ein paar Sprünge und Tricks uns so gezeigt und am Ende war ein Rennen zwischen den Motorbikern und den ortsansässigen Pferdeleuten. Die Biker haben natürlich gewonnen ;) Jon, Daniel und Jacob sind da mitgefahren und waren natürlich Feuer und Flamme von dem ganzen Trubel.
Refoys sind dann Sonntag Abend wieder nach Hause gefahren, Leen und ich sind noch ein paar Tage länger in Rawene geblieben. Hier haben wir Kiri, der Mutter von Michell und Damon, ein bisschen sauber machen geholfen und echte deutsche Weihnachtsplätzchen gebacken! Die Zeit war ganz schön, es war ruhig, wir konnten Wlan nutzen und hatten ein eigenes Zimmer! Ein bisschen wie Urlaub :) Noch dazu haben die eine geniale Aussicht auf den Hokianga Habour - wunderschön...Am Donnerstag sind wir dann zurück nach Whangaparaoa, Fern brauchte uns zum Babysitten. Außerdem stand am Wochenende mal wieder Motorbike-Programm auf dem Plan. Die Kids sind in einem Minimotorbike-Club für die Region Nordauckland (www.northharbourminimotocross.co.nz). Dieser Club hat am 11.12. (Freitag) an einer Parade in ner Nachbarstadt teilgenommen. Jacob und Daniel natürlich auch und sogar Nathan saß mit Jacob zusammen auf einem Miniquad! Das sah vielleicht süß aus! Wir haben leider alle unsere Kameras vergessen gehabt, deshalb gibts kein Foto davon. Nathan war hellauf begeistert, weil er sonst immer nur zugucken darf.
Am Sonntag war dann passend zur Parade ein Rennen auf nem Farmgelende hier in der Gegend. Natürlich sind Dan und Jake mitgefahren. Leen und ich haben teilweise am Rand der Strecke gestanden und mit Fahnen signalisiert, ob ein Unfall passiert ist oder der Artz gebraucht wird oder so. Die jüngesten Teilnehmer waren 4 Jahre alt und saßen auf absolut winzigen Quads. Ab 5 darf man mit nem Motorbike teilnehmen. Die ältesten Kids waren 12, ab 13 gehört man zu den "Juniors" und hat andere Rennen. Jacob hab sogar nen Pokal gewohnen, er ist 1. geworden, allerdings waren auch nur zwei Kinder in seiner Altersklasse ;) Daniel ist 5. von 11 Kids geworden und ich bin mir bist heute nicht sicher was eigentlich besser ist: 1. von 2 Teilnehmern oder 5. von 11 ;) Vielleicht kann mir ja dabei jemand helfen... ^^ Mal so ein Rennen mitzukriegen war echt ne witzige, wenn auch recht staubige Erfahrung... :)Da wir uns gleich auf den Weg Richtung Süden machen, mach ich hier erst mal Schluss. Das Weihnachtsspezial folgt dann in den nächsten Tagen... ;)
Alles Liebe,
eure Kaddi
Schöne Grüße aus dem winterlichen Siegerland. Ca. 50 Ehemalige waren am 28. Dezember in bzw. vor (etwa 8 Leute kamen verspätet und daher nicht mehr rein) die Kö Arkaden gekommen, um nach einem halben Jahr mit Abitur in der Tasche nach dem rechten zu sehen. Der größte Teil verließ unter mehr oder weniger Protest das Lokal und wechselte ins "Shooters". Wie die Party dort weiter ging, müsst ihr die anderen fragen.
AntwortenLöschenJoachim Menn