Samstag, 26. September 2009

... so hier die Fortsetzung!

Montag, 14.09.
Nach einer echt schönen Nacht in dem Hostel in Pukenui inklusive Sterne-Gucken sind wir dann zur vermeintlich letzten Etape zum Cape Reinga aufgebrochen. Ungefähr 90 Kilometer lagen noch vor uns und der Plan war bis abends mindestens wieder bis Pukenui zurück zu sein. Hier steht nämlich das letzte Hostel vor der Pampa im Norden. Das das mit den Plänen machen in Neuseeland schon mal schwierig ist haben wir ja schon gemerkt. Aber das es sooo schwierig ist, hätten wir beide nicht gedacht... Ja also, wie weit sind wir gekommen?! Circa 65 km weit... Und ja genau, es fehlen noch 25 bis zum Cape... Doof gelaufen. Robert hatte wohl keine Lust bis nach oben zu fahren und hat vermutlich aus dem Grund etwas Reisefieber gekriegt ;) Der Motor ist heiß gelaufen und da unsere Wassertemperaturanzeige kaputt ist, haben wir das erst gemerkt, als die Öl-Warnleuchte angegangen ist... Von ner Farm (unserer Handys hatten natürlich keinen Empfang da oben...) haben wir dann den Abschleppdienst angerufen und der hat uns zur nächsten Werkstatt gebracht - die war natürlich 70km weiter südlich!!! Trotzdem Glück gehabt, es war nur ein kleiner Wasserschlauch kaputt, den hat der Reperatur-Typi ersetzt und uns ne neue Flasche Anti-Gefrier-Zeug in die Hand gedrückt. Für sagenhafte 45$ (~22,5€)!!!! Das einzige Problem war, dass es schon 2 Uhr nachmittags war und wir ja noch bis zum Cape hoch wollten. Ohne Übernachtung an der Spitze wäre das also nicht möglich gewesen. Da oben gibts wie gesagt aber ja leider kein Hostel oder sowas... Also sind wir in den nächst besten Supermarkt und haben Gas für unseren Kocher, nen Topf und ne Pfanne gekauft. Wie wir zu 3. im Van schlafen wollten, haben wir uns dann da oben überlegt ;) Beim zweiten Versuch hat der Weg dann auch geklappt und so konnten wir doch noch den genialen Blick geniesen.
Die Natur hier ist echt der Hammer!!! Direkt beim Cape Reinga haben wir einen wunder schönen Campingplatz gekriegt der aus Grün, Blau und Gelb besteht... Wiese und eine total schöne kleine Bucht mit Sandstrand :) Das Campen war dann auch nicht so das Problem, die Matraze ist groß genug für 3 Leute. Gut, dass wir das jetzt wissen, so kann man ne Menge Geld für Übernachtungen sparen.

Dienstag, 15.09.
Nach unserer ersten Nacht in Robert sind wir gleich richtig aktiv geworden - Martin hat uns ein paar Berge hochgescheucht ;) Dafür wurden wir mit atemberaubenden Panoramablicken belohnt!! Allerdings frag ich mich echt, warum die Kiwis was gegen Serpentinen haben... Die brauchen hier sowas irgendwie nicht, hier gehen die Wege strack berg hoch ;) War zwar anstrengend, aber Spaß gemacht hats trotzdem... :)
Hinterher gabs dann Lunch am Campingplatz und dann haben wir uns wieder auf den Weg gehn Süden gemacht. Viel Spektakuläres ist nicht mehr passiert, also kürz ich etwas ab... Abends sind wir auf nem Campingplatz am 90 Mile Beach (klingt komisch, ist auch "nur" circa 80 km lang... ^^) eingecheckt. Diesen Strand kann man mit nem Auto mit Allradantrieb lang fahren, mit Robert wäre das glaube keine so gute Idee ;)

Mittwoch, 16.09. bis Freitag, 18.09.
Diese drei Tage kann man etwas zusammen fassen. Wir haben uns quasi von Campingplatz zu Campingplatz gen' Süden gearbeitet. Dabei haben wir einige schöne Ecken an der Westküste von Northland gesehen, das meiste war aber genauso schön wie viele andere Plätze eben auch. Von Mittwoch auf Donnerstag haben wir nochmal am 90 Mile Beach übernachtet, auf einem Campingplatz ganz am Ende. Da Robert schon wieder einen kaputten Wasserschlauch hatte, hat sich unserer Zeitplan erneut etwas nach hinten verschoben, was aber ja nicht so schlimm ist. Martin (unser Held ;) ) hat es irgenwie geschafft nach Kaitaia zurück zu kommen (die nächst größere Stadt) und uns einen neuen Wasserschlauch zu besorgen. Den hat er dann noch eingebaut und das Problem war gegen Abend gefixt. Langsam müssten eigentlich mal alle alten Schläuche ersetzt sein!!!
Am nächsten Tag haben waren wir dann noch etwas Wandern, im nahe gelegenen Herekino Forest. Auch hier war es super steil, obwohl es diesmal sogar ein paar Serpentinen gab ;) Cool war, dass sich in dieser Wald ziemlich abwechslungsreich ist. Teilweise kam man sich vor wie Australischen Outback in rot und orange und 10 Minuten weiter war man im dichtesten Regenwald in allen grün und brauch Schattierungen, die man sich nur vorstellen kann. Wunderschön :) Gegen Nachmitag sind wir dann mit Robert im Hokianga-Harbour angekommen. Plötzlich hört die Straße auf und man steht vor ner Rampe, die ins Wasser führt... Nach ca ner 3/4 Stunde kam dann ne Fähre, die uns auf die andere Seite gebracht hat, nach Rawene. Hier haben wir dann die nächste Nacht verbracht.
Nach einem extrem frühen Morgenspaziergang (laut Martin um die Vögel zu belauschen...) sind wir weiter Richtung Tane Mahuta, also nach Süden, gecruised. Über den gibts eigentlich ne Menge zu erzählen, das Problem ist nur, dass man das kaum in Worte fassen kann... Der ist nämlich GIGANTISCH!!! Ich hab noch nie so nen fetten Baum gesehen... Das Probelm ist, dass man nicht mal auf Fotos sieht, wie groß der größte Kauribaum der Welt ist, weil man nicht direkt an ihn dran kommt. So hat man nichts Vergleichbares...In der Nähe von Tane Mahuta sind wir dann noch etwas durch den Wald gestiefelt. Hier stehen noch mehr riesige Kauribäume und an einen kommt man sogar ganz nah ran. Das sind wir zwei direkt neben Yakas, dem "nur" 7. größten Kauritree! :) Mitten im Wald gibt es auch einen Campingplatz, hier haben wir dann von Freitag auf Samstag geschlafen.

Samstag, 19.9.

Ja und Samstag, da war ein besonderer Tag....nämlich Leens Geburtstag! Mit einem gemütlichen Frühstück mit Kuchen und Kerzen gings los. Dabei haben wir uns richtig viel Zeit gelassen und ein bisschen gefeiert. Für Abends war ein BBQ mit frisch gefangenem Fisch und Kartoffelsalat an einem der drei wunderschönen Seen ein Stück weiter im Süden geplant. Weil Martins Angelzeug aber geklaut worden war, sind wir erst mal nach Dargaville, der nächst größeren Stadt und dort hat er sich mit neuem "Fishing-Stuff" eingedeckt. Gefischt hat er dann in Omamari, nem Winz-Kaff direkt am Meer. Oder eher: er hat es versucht. Nen Fisch hat er leider nicht gefangen... (Der Kartoffelsalat hat torztdem geschmeckt ;) ) Und dann hat es natürlich auch noch angefangen zu regnen und zwar als ob das Wetter die gesamten letzten 2 Wochen Sonne aufholen wollte und das an einem einzigen Nachmittag... Abends wars zum Glück dann wenigstens von oben wieder trocken und wir konnten den Kartoffelsalat und das Bier doch noch geniesen :)

Sonntag, 20.09.
Auf gings diesmal wieder Richtung Osten. Irgendwann wollten wir ja auch mal in Whangarei ankommen. Sonntag haben wir es dann bis Tinopai geschafft. Das ist ein kleines Dörfchen am Ende einer kleinen Halbinsel in irgend nem anderen Harbour. Hier hat unser Fisherman-Friend nochmal versucht nen Fisch zu fangen und es hat wieder nicht geklappt ;) Als Ausgleich haben wir ein paar Austern gesucht, die wurden uns nämlich wärmstens empfohlen... Gepult sahen die allerdings nicht mehr so empfehlenswert aus! *schüttel* Martin und Leen haben tatsächlich eine probiert!!!! Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Und angeblich hat das Glibberzeug nicht mal geschmeckt ;) Abends gabs noch ein nachträgliches Geburtstagslagerfeuer und das restliche Bier. War ein schöner gemütlicher Abend :)

Montag, 21.09.
Wir sind endlich in Whangarei angekommen. Hier haben wir nen absolut klasse Campingplatz gefunden, direkt neben den Whangarei-Falls. Die haben wir uns dann auch noch angeguckt. Montag Nachmittag mit etwas Nieselregen, aber wir sind ja nicht aus Zucker! Die sind echt nicht schlecht, diese Wasserfälle. Ziemlich hoch find ich, ich weiß nicht, ob ich schon mal Hörere gesehen hab... Witzig wars auf jeden Fall, Martin hatte seine gecken 15-Minuten und wir musste ziemlich aufpassen, dass wir nicht noch nasser werden als wir vom Regen eh schon waren ;)
Abends gabs dann noch das nachträgliche Geburtstagsgrillen für Leen, der Campingplatz hat nämlich eine super überdachte BBQ-Ecke :)

Dienstag, 22.09.
Wir waren in den Abbey Caves!!! Das war mit Abstand die abenteuerlichste Aktivität bis jetzt ;) In Neuseeland gibt es eine Würmer-Spezies, die in Höhlen leben und nen leuchtenden Punkt aufm Kopf haben. Das sieht echt nicht schlecht aus wenn 50 von den Viechern auf einem Knubbel hängen, ein bisschen wie ein super schöner Sternenhimmel :) Diese Würmer kann man irgendwo auf der Nordinsel für viel Geld in großen Höhlen angucken - oder eben in den Abbey Caves "next to Whangarei". Das heißt aber, dass man hinterher nass ist und ziemlich matschig. Wir hatten extra nur unserer Sandalen angezogen und die Hoßen hochgekrempelt bzw kurze angezogen, wirklich viel gebracht hat das aber nicht... ;)
Das Wasser ging mir an einigen Stellen bis zur Hüfte und man musste über mannshohe Felsformationen klettern. Es war einfach genial! Hat auf jeden Fall super viel Spaß gemacht und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen! Jeder der nach Whangarei kommt und ein bisschen Lust auf Abenteuer und Schmutz hat, sollte da rein gehen. Ein bisschen Schade ist blos, dass die erste Höhle (in der wir waren, es gibt insgesamt drei von der Sorte) nur einen Ein- bzw. Ausgang hat. Das heißt man klettert ca. ne 3/4 Stunde rein und braucht dann nochmal solange zurück. Witzig das ganze. Vorteil ist definitv, wenn man nicht so ein Zwerg ist, wie ich ;)

Mittwoch, 23.09.
Wir sind wieder zu Zweit unterwegs, Martin ist heute von nem Californischem Pärchen mit nach Russel genommen worden, da fängt er dann nen Volunteer-Job für das DOC (
Departement of Conservation - die sind für die meisten Nationalparks, Artenschutz, usw. und für viele Campingplatze zuständig) an. Wir sind erst noch in Whangarei gewesen, haben etwas geshoppt und Essen gekauft und sind dann wieder ein Stück nach Norden gefahren. Circa ne Stunde Fahrt durch 1000 grüne Hügel und Berge und man kommt bei Der Farm raus (The Farm: www.thefarm.co.nz). Hier wurden wir super freundlich empfangen :) Schlafen tun wir im Moment wieder im Van, weil hier die Hölle los ist... Ich hab noch nie so viele Personen auf einem Grundstück bzw in einem Haus leben gesehen. Witzig ist das hier und ich fühl mich pudelwohl :) Es ist immer was los, nie ists langweilig, immer jemand da mit dem man Quatschen kann und man fühlt sich so gebraucht ;) "Kannst du das und das noch machen?" oder "Ohhh super, ihr seid die Besten! Danke, danke, danke!"... ;)

Wie's hier so weiter gegangen ist, kommt in den nächsten Tagen noch. Fürs erste reicht das hier jetzt erstmal... :)
Bis bald also und liebste Grüße von Kaddi und Leen

Montag, 21. September 2009

Hallo Leute!

Nun melden wir uns auch nochmal, wir sind nämlich zurück in der Zivilisation. Mit Internetanschluss war es die letzte Woche ziemlich schwierig. Also kommt jetzt Teil 1 von unseren Abenteuern ;)

Wir haben nun die Farm hinter uns gelassen und sind nach Paihia gezogen, um uns dort wieder mit Martin zu treffen. Martin ist der Holländer, den wir im Hostel in Auckland kennengelernt haben.
In Paihia waren wir vier Tage lang und es hat wirklich Spaß gemacht.
Wir waren in dem gleichen Hostel wie Martin und das war echt cool da. Man kam mit so vielen Leuten ins Gespräch, der Aufenthaltsraum war total schön und unten drunter war direkt ein Pub!

Mittwoch, am 09.09., haben wir eine Delphin Tour gemacht.
Wir waren auf einem kleinen Boot und sind ca. drei Stunden durch den Bay of Island geschippert! Dabei haben wir echt viele Delphine gesehen. Blos die Fotos sind nicht so gut geworden, das ist nen bisschen schade. In der Bucht von Russell war ein recht großer Schwarm...das ist schon cool, wenn die vor und neben dem Boot herschwimmen und man so ganz dicht dran ist. Leider konnte man nicht ins Wasser gehen. Normalerweise wird das halt angeboten, dass man mit den Delphinen schwimmen darf. Aber im Moment haben die Delphine alle Jungtiere und deshlab durfte man doch nicht mit ihnen schwimmen. War warscheinlich aber auch besser so, denn es war wirklich verdammt kalt.

Donnerstag haben wir dann erstaml schön ausgeschlafen und sind nach einem perfekten Frühstück aufgebrochen zum Angeln! Mit Martin! Wir haben von Paihia die Fähre nach Russell genommen und dort auf den Felsen geangelt...beziehungsweise es versucht! Wir saßen den ganzen Nachmittag auf den Felsen um am Ende doch noch einen sensationellen Fang zu erlangen! Den haben wir dann zum Hostel getragen und verspeist! Gut, dass wir noch andere Lebensmittel hatten....sonst wäre das Abendessen wohl nicht so üppig ausgefallen. :)

Am Freitag gings dann auf zu den Haruru Falls, Wasserfällen in der Nähe von Paihia. Man muss schon sagen, so umwerfend sind die jetzt nicht. Allerdings ist die Umgebung sehr schön. Ein Wanderweg führt mitten durch den Mangrovenwald und das sieht lustig aus, weil die Bäume ihre Wurzeln aus dem Moor rausgucken lassen, wie Strohhhalme! Außderdem sieht man Vögel ohne Ende!

Samstag startete dann unser Projekt 'Cape Reinga'! Ursprünglich war dafür ein Tag eingeplant. Allerdings sind wir nur bis kurz vor Whatuwhiwhi gekommen!^^
Die Stecke war total schön....sogar mir macht das Autofahren hier mittlerweile Spaß! Die Highways sind durchgehend einspurig, mit Außnahme von gelegentlichen Überholspuren! Generell darf man 100km/h fahren, allerdings haben wir uns dass mit Robert noch nicht getraut! Cool ist auch, dass man in den Ortschaften nur selten langsamer werden muss...wir sind also den ganzen Tag schön Auto gefahren, uns ist kaum jemand begegnet und die Aussicht war genial! Das Wetter allergings war weniger genial, es hat geschüttet wie aus Eimern und das den ganzen Tag lang! Also mussten wir den Panoramablick aus dem Auto raus genießen. In Whangaroa haben wir dann eine Mittagspause eingelegt und günstig, aber nicht allzu gut fish and chips gegessen und Cappuccino getrunken (für umgerechnet 3,75€ insgesamt!).
Der nächste Zwischenstopp war die Ortschaft namens 'Hihi'. Hier musste ich leider etwas enttäuscht festsellen, das es kein Ortsschild gab. Dafür aber ein Straßenschild 'Hihi Rd.'. Trotz stömenden Regens hat Martin, der uns zum Cape Reinga begleitet, ein Foto von uns geschossen!
Den Abend haben wir dann in einem Pub gegenüber des Hostels ausklingen lassen....hier saßen wir zwischen alten, dicken, biertrinkenden Männern, die uns prompt zum Barbecue eingeladen haben und haben Rugby geguckt. Die All Blacks haben gegen Südafrika gespielt....und leider schon wieder verloren.
Sonntag gings dann weiter, mit dem Gedanken, heute erreichen wir den nördlichsten Punkt Neuseelands....allerdings sind wir immernoch nicht angekommen!
Erstmal haben wir den Tokerau Beach bestaunt, der echt wunderschön ist. Weißer Sand, tolle Wellen uns superviele Muscheln! Ein echter Taum eben. Sogar die Sonne hat geschienen...
Außerdem waren wir noch im Gumdiggers Park. Das ist ein kleiner, mit viel Liebe angelegter Park. Man läuft über angelegte Wege mitten durch Wald. Mit Hilfe von Schildern und einem kurzen Film wird einem das Leben der 'Gumdigger' nähergebracht. 'Gum' ist das Harz der Kauribäume, das in dieser Gegend im 17ten und 18ten Jahrhundert im goßen Stil gewonnen wurde. Auch die Nachbildungen von Hütten der Gumdigger konnte man sich anschauen... Abends sind wir dann in Pukenui angekommen, wo wir ein schönes Hostel direkt am Meer gefunden haben.

Mehr gibts dann später, es soll ja schließlich spannend bleiben ;)

Schöne Grüße vom Ende der Welt, Eileen und Katrin

Montag, 7. September 2009

Hallo hallo...hier kommen die neusten Nachrichten aus dem Leben der Katrin B., der Eileen K. und natürlich von Robert!
Der Samstag war für Robert nicht so spannend, dafür für Kaddi und mich umsomehr. Nachdem wir ein Kräuterbeet entunkrautet, die Kälbchen gefüttert und den Farmer nach den schönsten Wegen gefragt hatten, sind wir frohen Mutes losgestiefelt in den Urwald, auf den warscheinlich ungewöhnlichsten Spaziergang unseres Lebens. Wir sind geradewegs vom Hof runter, rein in den Wald und haben einen Bach überquert. Dann gings steil bergauf zwischen Palmen und Farn querfeldein. Von Wegen war da rein gar nichts zu sehen und eine Machete wäre sehr praktisch gewesen! Das lustige ist ja, dass trotzdem überall Wegmarkierungen sind, die wahllos in alle möglichen Richtungen zeigen. An der Spitze des Berges angekommen mussten wir festellen, dass die Aussicht von dicken Bäumen weitestgehen verdeckt ist. Das was wir gesehen haben, war allerdings trotzdem der toale Hammer! Runter war's dann etwas komplizierter, da sind wir gerutscht und geschlittert....aber entgegen der Befürchtung unseres Farmers sind wir nicht "lost" gegangen. Der hatte etwas Angst um uns und drauf bestanden, dass wir unsere Handys dabei haben. Abends hatte er dann ein ziehmliches Konversationsbedürfnis und hat uns fleißig Bilder gezeigt, die er geknippst hat und mit uns über komische Dinge philosophiert!


...Sonntag kam Robert dann wieder auf seine Kosten! Nachmittags sind wir zu den Hot Springs gefahren. Das war total cool! Die haben das so aufgebaut wie eine Art Freibad. Der Eintritt für Studenten beträgt ca. 1€. Da sind dann lauter Becken, alle nicht tief und alle nicht groß, aber mit verschiedenen Temperaturen, von kalt über angenehm bis fast kochend heiß. Das Wasser soll übrigends super gesund sein! Irgendein Krieger hat füher wärend dem Krieg seine Krieger genau an diesen Ort geschickt, damit sie sich erholen konnten und anschließend um so besser kämpfen! Doof ist nur, dass diese heißen Quellen ziehmlich nach Schwefel stinken, aber man kann schließlich nicht alles haben! Es war sogar ziehmlich viel los....und wir wurden von einem kleinen Maori-Mädchen zugequatscht, die sich gefreut hat, weil wir sie nicht immer verstanden haben! Außerdem hat sie uns erklärt, dass die Maorikinder ihre Eltern auch Mama und Papa nennen, nur etwas anders betont als bei uns!
Heute Morgen sind wir dann frohen Mutes mit unserem lieben Jan (damit der Farmer jetzt auch mal beim Namen genannt wird^^) ins nächste Dorf gefahren um einen Baum zu fällen. Den Grund konnten wir allerdings nicht so ganz nachvollziehen...aber ist ja auch egal. Er hat auf jeden Fall fleißig gesägt und wir beide durften die Äste schleppen und stapeltn. Tolle Aufgabe, vorallem weil die Nadeln von dem Baum voll gepickst haben und wir natürlich keine Handschuhe hatten! Außerdem war das äußerst gefährlich, da unser lieber Jan uns einige Male fast mit dicken Baumstämmen abgeworfen hätte. Der Baum stand nämlich am Hang und er hat uns die Äste runtergeworfen!


Heute Nachmittag waren wir beim Stone Hous, Neuseeland ältestem Haus, erbaut irgendwann im 17. Jahrhundert! Es war wie Jan gesagt hatte:
Da Neuseeland erst so spät besiedelt wurde, ist an dem Haus eigentlich rein gar nichts besonderes. Es ist halt aus Steinen! Jan meinte dazu, dass dieses Haus für Europäer eigentlich ein Witz sei. Aber die haben da einen Laden reingebaut, in dem man irgendwelche alten Dinge kaufen kann und die Verkäuferinnen hatten Kleidung aus dem 17. Jahrhundert an. Das war ganz süß! Und die Landschaft drum rum war klasse! Direkt an einem Fluss!
Außerdem war heute echt supertolles Wetter. Es war richtig warm heute Mittag. Ich saß vielleicht ne viertel Stunde mit ner 3/4 Hose in der Sonne und bin schon braun geworden! Wenn das so weitergeht kommen wir schwarz nach Hause!....hier muss man echt aufpassen mit der Sonne, im Frühjahr soll die sogar am schlimmsten sein, wegen dem Ozonloch....aber Nachts wird noch richtig kalt hier. Es sind allerdings auch keine Wolken am Himmel, dafür aber hunderte Sterne, das ist echt klasse....


Morgen werden wir wohl noch einmal Beete umgraben, Zäune reparieren, Kälbchen füttern, spülen und wer weiß was tun, Jan ist da sehr kreativ! Am Mittwoch ziehen wir weiter. Warscheinlich erstmal nach Paihia. Dort wollen wir uns mit Martin, einem Holländer den wir in Auckland kennengelernt haben, treffen und unbedingt mit Delphinen schwimmen...wohin der Weg dann führt steht wohl noch in den hunderten von tollen Sternen...aber wir halten euch auf dem Laufenden
....bis demnächst also

Kaddi und Leen

Freitag, 4. September 2009

Hier kommen super schöne Grüße aus "middle of nowhere", wie die Neuseeländer so schön sagen ;) Wir sind jetzt doch nicht auf der kleinen Insel sondern schon im nördlichsten Zipfel von Neuseeland, in Northland ;) Das Hostel auf Waiheke hat doch niemanden gesucht, warum der Typ uns am Telefon falsche Informationen gegeben hat, weiß ich nicht... Aber wir sind ja flexibel und kreativ...
So also was ist genau passiert, seit dem letzten Blogeintrag. Ne ganze Menge würd ich mal sagen: Montag und Dienstag haben wir nach nem Van gesucht und waren deshalb auf dem Backpacker Car Market in Auckland. Hier kaufen und verkaufen Leute wie wir (Backpacker halt ;) ) ihre Vans und Autos und bekommen Unterstützung von ein paar Fachleuten bezüglich dem Legal Check (ob ein Kredit auf dem Auto lastet oder es geklaut ist oder was auch immer), nem Mechanical Check, ner Versicherung und dem Roadsite Assistant (sowas ähnliches wie z.B. ADAC, die kommen halt wenn man ne Panne hat). Joa und Mittwoch war es dann soweit: unsere kleine Familie ist um ein Mitglied größer geworden :) Die glücklichen Eltern geben stolz bekannt, dass ihr "Robert" nun mit auf Reisen gehen wird!!!
Ja das ist er, unser Dicker ;)
Mittwoch Nachmittag gegen 4 Uhr Ortszeit haben wir also Auckland verlassen und sind auf dem Highway mit 80 bis 90 km/h (grundsätzlich herrscht in NZ 100km/h Geschwindigkeitsbegrenzung überall, was bei den Straßen hier auch teilweise mehr als nötig ist...^^) gen' Norden gebrettert. Gegen Abend sind wir in Waipu angekommen, ein kleiner Ort an der Ostküste. In meinem Reiseführer war von einem "super guten Campingplatz" die Rede und nachdem wir ja nun nen Van mit Dopplebett haben, dachten wir: "Kein Problem, fahren wir da einfach mal hin". Erstes Problem war, dass die Heizung im Van nicht so richtig funktoniert... Zweites Problem war, dass es hier Nachts noch ziiiemlich kalt ist und wir das irgendwie etwas unterschätzt haben... Drittes Problem war dann, dass wir circa 1 1/2 Stunden nach ner Jugendherberge oder ähnlichem gesucht haben... Viertes Problem war, dass die - laut meinem Reiseführer - "gemütliche Unterkunft nur für Frauen" am Arsch der Welt lag, bis wir da waren war bestimmt ne halbe Stunde mit 15-20km/h auf Schotterstraßen vergangen... Fünftes Problem: die Unterkunft ist seit 8 Monaten eine reine Männerunterkunft und die beiden Hausherren waren ziemlich überrascht uns vor ihrer Tür vorzufinden... ;) Die Problem-Sträne war daraufhin aber glücklicherweise zu Ende, die beiden netten Herren haben uns nämlich promt zu Maggie, einer Freundin (ca 15 Minuten zurück auf Schotterstraßen) geschickt, die ebenfalls Zimmer vermietet. Dort angekommen befanden wir uns in der wahrscheinlich bisher schönsten (und vermutlich auch der teuersten ;) ) Unterkunft. Haben uns dann in der appartementeigenen Küche Bratkartoffeln mit Tomatensoße gekocht und nen Film auf dem echt riesigen Fernseher geguckt. So ein Ding hätt ich zu Hause auch gern... ^^ (Und nein, diesmal ist es echt keine Ironie...!!!) Nach ner super erholsamen Nacht sind wir dann weiter nach Norden gefahren. Die Landschaft hier ist echt der Hammer! Es ist voll schade, dass man das in Fotos nur halb einfangen kann. Vielleicht kriegt ihr so aber nen Eindruck davon.
Das zweite Bild ist von dem Ort an dem wir Mittag gegessen haben: Paiha, mitten in Bay of Island. Hier soll es angeblich die schönsten Strände Neuseelands geben. Ob das so ist, müssen wir mal mit mehr Ruhe und Zeit rausfinden, bis jetzt ist uns bei jedem Strand aufgefallen, dass er an ner Haupstraße liegt und zur Hälfte aus Rasenfläche besteht. Aber wir werden sehen und halten euch was das angeht auf jeden Fall auf dem Laufenden ;)

Seit gestern Nachmittag sind wir jedenfalls auf einer Farm mitten in Northland, für alle, die unsere Reise auf einer Karte verfolgen: auf der Höhe von "Kerikeri" dem Motorway Nr. 1 ins Landesinnere bis ziemlich genau in die Mitte folgen ;) Hier in der "Forrest-Road" (ebenfalls nur Schotter und Schlaglöcher...) steht die Farm, auf der wir im Moment leben. Wir arbeiten vormittags und kriegen dafür kostenlos Unterkunft und Essen. Heute Vormittag haben wir nen kleinen Auslauf repariert, der Zaun war genau richtig zum Ausbüchsen für ein Kälbchen. Und genau das haben wir dann hinterher auch noch rausgeleitet - was eher harte Arbeit war, irgendwie hatte das Viech nicht so richtig Lust dahin zu gehen, wo wir es hinhaben wollten ;) Im Endeffekt ist es aber in der Umzäunung gelandet... Das andere Kälbchen ist ein bisschen krank und darf desshalb noch nicht raus, mal gucken ob sich das in den nächsten Tagen noch ändert. Die Schotterstraße trägt übrigens absolut zu recht ihrern Namen. Die Wälder hier um die Farm sind super schön und den Blick aus dem Panoramawohnzimmerfenster haben wir gleich auf nem Foto fest gehalten:
Mal gucken wie lange wir hier bleiben. Wir haben schließlich noch so einiges hier oben vor :) Außerdem steht das Angebot auf der Pferdefarm immer noch... Klingt finde ich auch verlockend.

Wir geniesen im Moment die viele frische Luft, es fehlt lediglich noch ein bisschen Wärme (zur Zeit kommt der Wind aus Süden und bringt die Südpolluft hier her... *brrrr*) Aber das wird noch :)

Somit bis bald und auf die nächsten Neuigkeiten, Kaddi und Leen