Samstag, 3. Juli 2010

LETZTER BLOGEINTRAG – EVER

Jetzt ist es soweit, morgen, am Sonntag den 04. Juli '10 fliege ich zurück nach Hause und komme dann am 05.07. um 17:45 Uhr am Frankfurter Flughafen an.
Ich kann es noch gar nicht richtig glauben....

Am 31. Juli 2009 habe ich mich ins Flugzeug gesetzt um mein lang geplantes Auslandsjahr anzutreten. Damals war ich fruchtbar aufgeregt, ich hatte Angst und ich hatte absolut keine Ahnung was mich erwarten würde. Irgendwie habe ich mich dann doch von Kaddis Abenteuerlust anstecken lassen, habe meinen Verabschiedungskomite voller Erwartungen den Rücken zugedreht und bin mutig Richtung Flugzeug geschritten...
Fast 24 Stunden später bin ich in Neuseeland angekommen, ziemlich erschöpft, immer noch ängstlich und immer noch ohne die geringste Ahnung was mich erwarten würde. Die ersten vier Wochen lief dann der Sprachkurs, der sich im Nachhinein nicht wirklich gelohnt hat. Wenn ich jemals noch mal so was machen sollte, dann nicht mehr mit EF, denn wie gesagt, der Sprachkurs lohnt sich eigentlich nicht und die Hilfe die man bekommt ist für den Preis den man bezahlt eigentlich nicht ausreichend.
Schnell waren die vier Wochen vergangen, der Van „Robert“ wurde gekauft und auf gings Richtung Northland. Zuerst eine Woche wwoofen (arbeiten für Essen und Unterkunft) beim Crazy-Farmer, dann mit Martin rum reisen. Die ersten Vanreparaturen vielen an. Dann gings auf zur Farm nördlich von Whangarei, wo wir länger geblieben sind als erwartet, da wir den Job für den wir schon den Vertrag unterschrieben hatten dann doch nicht antreten konnten. Auf der Farm war viel los, manchmal zu viel und von Kühe melken über Dirtbike fahren bis hin zu Essen kochen für 60 Personen gab es immer was zu tun.
Von dort aus gings weiter zu Jefferies', dann zu Refoys. Hier haben wir das Leben der Kiwis und deren absolute Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft kennen gelernt. Nach einem katastophalen Fruitpicking-Erlebnis in Tauranga und dem Einbruch in den Van, bei dem unsere Reiserucksäcke geklaut wurden, hieß es dann erst einmal Weihnachten mit Refoys und Jefferies' feiern, bei einer Grillparty bei 30°C und Sonnenschein! Kurz nach Weihnachten ging es dann auf die Südinsel und Kaddi und ich waren zum ersten Mal getrennt in Neuseeland unterwegs, sie als Nannie auf einer Farm in Canvas Town und ich in Hanmer Springs als Housekeeper im Alpine Lodge Motel.
Dann haben wir uns wieder getroffen und für ca. fünf Wochen die Südinsel bereist und dabei jeden Tag aufs Neue gestaunt, angesichts der einfach super tollen Landschaft die sich uns bot. In Owaka sind wir dann gestrandet, da „Robert“ nicht mehr wollte, mussten ihn für viel Geld reparieren lassen und haben wieder einmal die Gastfreundschaft der Neuseeländer erfahren, diesmal von Murray und Judy und der Pfarrfamilie von Owaka.
Mitte April ist Kaddi dann nach Hause geflogen, nach unseren erfolglosen Versuchen den reparierten „Robert“ zu verkaufen und ich bin zurück nach Hanmer Springs gekehrt um wieder im Motel zu arbeiten. Nach sechs Wochen, die ähnlich verliefen, wie die erste Zeit in Hanmer habe ich mich dann in den Flieger gesetzt um von Christchurch nach Auckland zu fliegen. Dort habe ich mich dann für eine Woche mit dem Christian getroffen und noch etwas mehr von der Nordinsel gesehen. Meine letzten fünf Wochen am anderen Ende der Welt habe ich dann in Avondale, Auckland verbracht und mich letztendlich doch noch am Nanniejob versucht, den ich zuvor so lange vermieden habe und ich muss sagen, es hat sich gelohnt!

„Robert“ ist leider immer noch nicht verkauft und ob wir jemals das Geld für ihn erhalten steht wohl in den Sternen....

Ihr seht also, in diesem Jahr habe ich super viel erlebt, die Zeit ist einfach gerast. Deshalb habe ich dann auch meinen Rückflug vom 30. Mai auf den 04. Juli verschoben. 11 Monate und 2 Tage Neuseeland, 338 Tage weg von zu Hause, das ist das Ergebnis meines Work and Travel Jahres - und es hat sich gelohnt!
Meine Zeit in Neuseeland war voll von schönen Erlebnissen, die wohl für immer in meiner Erinnerung bleiben werden. :-)

Zum Schluss bleibt mir noch mich bei all denen zu bedanken, die mich in meinem Jahr ganz weit weg von zu Hause so tatkräftig unterstützt haben, auf ganz unterschiedliche Weisen...

Also dann, zum letzten Mal in meinem Auslandsjahr: Superliebe Grüße vom anderen Ende der Welt! Oder wie die Maori sagen würden: „Kia ora koutou katao!“ – Grüße und beste Wünsche an alle!



Ka kite ano - Auf Wiedersehen,

eure Eileen :)